Neujahrsempfang der Westerwald Bank eG

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Neujahrsempfang der Westerwald Bank eG

Ransbach-Baumbach. Ein Start mit optimistischem Blick nach vorne: Der Neujahrsempfang der Westerwald Bank steht für gelebte Tradition in der Region und bot – wie in den Jahren zuvor – den Rahmen, über das zurückliegende Jahr zu reflektieren und gleichzeitig den Blick auf das neue Jahr zu richten. Was hat das Leben der Menschen in der Region bewegt? Und was kommt auf sie zu? Auf diese Fragen, die gerade in Krisenzeiten von hoher Bedeutung sind, ging Dr. Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwald Bank, der gemeinsam mit seinen Kollegen Markus Kurtseifer und Andreas Tillmanns die rund 500 Gäste begrüßte, in seiner Rede ein.


Der Einladung zum gemeinsamen Austausch im stimmungsvollen Ambiente der Stadthalle in Ransbach-Baumbach waren neben den Bundes- bzw. Landtagsabgeordneten sowie den Landräten Achim Schwickert (Westerwaldkreis) und Dr. Peter Enders (Altenkirchen), der Verbandsgemeinde- und Stadtbürgermeister Michael Merz sowie zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Wirtschaft und Politik sowie des genossenschaftlichen Finanzverbundes gefolgt.

Krisen bestehen fort, aber es gibt Lichtblicke

Auch im Jahr 2025 war die Welt sehr unruhig, insbesondere die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine waren ständig präsent. Es zeigten sich jedoch auch erste Fortschritte in zentralen Verhandlungen. Diese internationalen Konflikte machen sehr deutlich, dass es ein vereintes und starkes Europa braucht. „Europa wird zu neuer Stärke finden, oder es wird als Spielball in einem unruhigen Kräftedreieck geopolitisch bedeutungslos“, so Dr. Kölbach.
 

„Der Blick auf die Wirtschaft zeigt, dass 2025 das dritte Jahr Rezession in Folge für Deutschland war. Eine Erholung erscheint möglich, aber die politische Unklarheit und eine geradezu groteske Bürokratie lähmen unser Land“, zeigte sich Dr. Kölbach kritisch. „Hinzu kommen eine alternde Bevölkerung, kriselnde Sozialsysteme, eine zögerliche Haltung zur Digitalisierung und ein Arbeitskräftemangel, der mittlerweile weit über das Fachkräfteniveau hinausgeht.“ Hoffnung gibt das von der neuen Bundesregierung beschlossene, weitreichende Investitions- und Infrastrukturpaket. Entscheidend ist hierbei jedoch, wie die Mittel eingesetzt werden.

2026: Ein Jahr der Weichenstellung
Trotz aller Herausforderungen ist der Blick nach vorne optimistisch. Die ersten zarten Pflänzchen, die sich zeigen, gilt es zu stärken. Es ist wie so oft der Mittelstand als Kraftzentrum der deutschen Wirtschaft, der sich anpasst und neue Wege findet. Prognosen zufolge wird für das Jahr 2026 immerhin mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von etwa 1 % gerechnet. „2026 wird ein Jahr der Weichenstellung. Wer jetzt in Innovation und Nachhaltigkeit investiert, sichert die Zukunftsfähigkeit. Neben staatlichen Programmen – die das Wachstum nur anstoßen können – müssen für ein nachhaltiges Wachstum aber insbesondere Unternehmensinvestitionen und der private Konsum anziehen“, führt Dr. Kölbach aus. „Nur so lassen sich die massiven strukturellen Probleme lösen. Ein konjunkturelles Strohfeuer als Folge fehlgeleiteter Mittel erzeugt sonst nur Inflation und Steuerlasten in der Zukunft.“

Die Westerwald Bank mit überzeugendem Geschäftsjahr 2025

Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen blickt die Westerwald Bank erneut auf eine erfreuliche Geschäftsentwicklung zurück, die auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern sowie Kundinnen und Kunden basiert. „Ein Dialog auf Augenhöhe und das Miteinander sind wichtiger denn je“, betonte Dr. Kölbach.

Im Jahr 2025 konnten die Kundenkredite um rund 5,4 % und die Kundeneinlagen um gut 7 % gesteigert werden. Infolgedessen erhöhte sich die Bilanzsumme auf etwa 4,4 Milliarden Euro. Auch im wichtigen Vermittlungsgeschäft wurden die gesetzten Ziele erreicht. Im Risikoergebnis, insbesondere im Firmenkundengeschäft, zeigen sich erste Auswirkungen der Rezession. „Operativ hingegen war das Geschäftsjahr 2025 nach zwei guten Jahren sogar ein noch besseres“, so Dr. Kölbach. Das sei die Grundlage, um auch in Zukunft als verlässlicher Partner in der Region agieren zu können.

 

Quelle: Westerwald Bank eG | Foto: Cornelius Link

 

 

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Datum: 09.01.2026
Rubrik: Lokales
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